In der vergangenen Woche durften wir bei der F.A.Z. Konferenzen „Wehrhafte Gesellschaft – Verantwortung, Akzeptanz, Innovation“ im Frankfurter Allgemeine Zeitung Tower in Frankfurt dabei sein.
Die Eventin, liegt seit fast einem Jahr vor Rügen und wird der russischen Schattenflotte zugerechnet. Nun hat der Bundesfinanzhof die Einziehung des Schiffes vorerst gestoppt. Die Debatte darüber zeigt sehr deutlich, wie schwierig – und zugleich wie notwendig – der Umgang mit diesen Fällen geworden ist. Im aktuellen WELT-TV-Interview ordnete Dr. Moritz Brake die Lage ein.
Anlässlich der jüngst verkündeten norwegisch-britischen Kooperation in der U-Boot-Jagd und dem damit verbundenen Fregattenprojekt, sprach unser Geschäftsführer Dr. Moritz Brake im Deutschlandfunk über ein Thema, das für Europas Sicherheit von größter Bedeutung ist: Der Auf- und Ausbau intensiver bi- und multilateraler Zusammenarbeit innerhalb der NATO.
Gestern Abend ordnete Dr. Moritz Brake bei WELT die aktuelle Sichtung eines russischen U-Bootes ein, das von der Ostsee in Richtung Nordsee verlegt. Es ist das erste russische U-Boot seit Juni, das diese Route nimmt – ein Vorgang, der in der aktuellen Sicherheitslage verständlicherweise genau beobachtet wird. Das Boot fährt ohne sichtbare Schiffsnummer, weshalb der genaue Typ nicht eindeutig identifizierbar ist.
Gestern war Dr. Moritz Brake auf der Maritime Security & Defence Conference (MS&D) in Hamburg – dem zentralen Forum für Marine, Politik, Industrie und Wissenschaft als Teil der SMM. Es ist zum ersten Mal eine zusätzliche Veranstaltung im Zwischenjahr der SMM.
Dr. Moritz Brake und Marcel Kolb waren in dieser Woche auf der Berliner Sicherheitskonferenz – einem der wichtigsten sicherheitspolitischen Foren Europas. Die zentrale Botschaft vieler Sprecher war klar: Europa steht vor omnidirektionalen Bedrohungen. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell wir unsere Verteidigungsfähigkeit und Resilienz stärken.
🔥 „Wir sind nicht im Krieg – aber wir sind auch nicht mehr im Frieden“ – jüngst auch vom deutschen Bundeskanzler auf den Punkt gebracht, prägte viele Panels.
Dr. Moritz Brake ordnete die Lage am Freitag im Interview mit WELT ein – und machte deutlich, dass man den Einsatz von Kriegsschiffen der USA in das große geopolitische Bild einordnen muss.
Mit dieser eindringlichen Botschaft eröffnete Dr. Moritz Brake gestern seine Keynote bei Computacenter Germany AG & Co. oHG in Kerpen. ⚓️
Vor Gästen aus Wirtschaft, IT und Verteidigung machte er deutlich, wie ernst die Lage inzwischen ist: Unsere vitalen nationalen Interessen stehen längst unter Druck – nicht in einer fernen Zukunft, sondern jetzt. Und unsere Ressourcen sind bereits heute so knapp, dass strategische Handlungsfähigkeit kein Selbstläufer mehr ist.
Dr. Moritz Brake betonte, dass unser gesamtes Leben viel stärker vom Meer abhängt, als vielen bewusst ist: 90 % des Welthandels und 80 % unserer Energieversorgung laufen über See. Europa verfügt über Ölreserven für etwa 90 Tage – doch jährlich sichern rund 800 Tanker unsere Energiezufuhr. Wenn Handelsschifffahrt oder maritime Logistik ins Stocken geraten oder gezielt angegriffen werden, trifft es Deutschland und Europa sofort und hart.🌍
Souveränität bedeutet Handlungsfähigkeit. Und diese beginnt mit einem verlässlichen, integrierten Lagebild. Dr. Moritz Brake machte deutlich, dass wir alle verfügbaren Informationen zusammenführen müssen, um zu erkennen, wann sich Situationen verschärfen, wann Unregelmäßigkeiten mehr sind als nur Zufälle – und ab wann aus einer Auffälligkeit eine Bedrohung oder gar ein Angriff wird. Die Geschwindigkeit, mit der Entscheidungen künftig getroffen werden müssen, steigt massiv. Ohne klare Entscheidungsunterstützung, ohne robuste maritime Infrastruktur und ohne resiliente Lieferketten werden wir zukünftigen Krisen weder heute noch morgen gewachsen sein.
„Fight tonight, fight tomorrow“ – dieser Gedanke prägt die sicherheitspolitische Realität unserer Zeit. ⚠️
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede: Innovation als strategischer Sicherheitsfaktor. Die Innovationskraft Deutschlands und Europas ist enorm – aber sie braucht Rahmenbedingungen, die Wirkung ermöglichen. Maritime Sicherheit, Digitalisierung, KI und geopolitische Herausforderungen wachsen immer stärker zusammen. Innovation ist kein Selbstzweck, sondern essentiell für Resilienz und Verteidigungsfähigkeit. 🔧🤖
Als NEXMARIS arbeiten wir genau an diesen Schnittstellen: Wir unterstützen Unternehmen, Behörden und Organisationen dabei, maritime Risiken zu verstehen, Resilienz aufzubauen und Handlungsfähigkeit in Krisen zu sichern.
Ein herzlicher Dank geht an Computacenter für die Einladung und die hervorragende Organisation des Abends.
Und ein besonderer Dank an den Moderator Falk A. Schmidt für die souveräne Führung durch die Diskussion und an Arne Kölln🙌
Die Istanbul Bridge hat am 15.10.2025 Hamburg erreicht – nach nur 20 Tagen Transitzeit auf der neuen China-Europe Arctic Express Route. Eine Nachricht, die aufhorchen lässt: 13.900 Kilometer durch das Eismeer, abgekürzt durch die Nordostpassage – eine Strecke, die aktuell beinahe doppelt so lange dauert, wenn Schiffe durch den Suezkanal (20.400 Kilometer) fahren müssen.
Doch wie bewerten wir diese Entwicklung aus sicherheits- und geopolitischer Sicht?
💬 Unser Kollege Tim Boch (Experte für maritime Logistik und Supply Chain Management) ordnet ein: „Die sehr kurze Transitzeit von Asien nach Europa mit rund 20 Tagen mag auf den ersten Blick verlockend klingen. Dennoch gilt es zwei zentrale Punkte kritisch zu berücksichtigen: Erstens führt diese Route durch ein hochsensibles Ökosystem. Die Arktis leidet bereits extrem unter den Folgen des Klimawandels – eine regelmäßige kommerzielle Schifffahrt könnte diesen Trend dramatisch verstärken. Eine Havarie oder der Verlust von Gefahrgut hätte katastrophale Folgen.
Zweitens liegt die Nordostpassage fast vollständig in russischen Hoheitsgebieten. In der aktuellen geopolitischen Lage kann es kaum im Interesse Europas sein, neue Abhängigkeiten zu schaffen. Auch die fehlende Infrastruktur entlang der Route birgt erhebliche Risiken: Was passiert im Notfall, bei Verletzungen oder technischen Defekten? Mir sind zumindest aktuell keine Schiffsversorger, Lotsenstationen oder Krankenhäuser entlang der Route bekannt.“
⚓ NEXMARIS-Fazit: Die Arktisroute ist mehr als eine logistische Alternative – sie ist ein geopolitisches Signal. Während China diese Route nutzt, wird Europa auf die längere Route angewiesen sein. Sie zeigt, wie sehr wirtschaftliche Effizienz, ökologische Verantwortung und sicherheitspolitische Stabilität miteinander verknüpft sind. Die Frage ist also nicht nur ob diese Route machbar ist – sondern ob sie verantwortbar ist.
❓Was denken Sie: Ist die Nordostpassage ein notwendiger Schritt zur Diversifizierung globaler Lieferketten – oder ein riskantes Spiel mit Umwelt und Sicherheit?