Säbelrasseln an der Straße von Hormus – Zwischen Machtpolitik und globaler Versorgungssicherheit

Gestern im Interview bei WELT ordnete unser Geschäftsführer Dr. Moritz Brake die jüngsten militärischen Entwicklungen an der Straße von Hormus und deren Bedeutung für die Weltwirtschaft ein.

Die Lage ist ernst: Während in Genf über das Atomprogramm verhandelt wird, feuert Teheran Raketen ab. Dr. Brake betonte im Gespräch zentrale Punkte, die wir im Auge behalten müssen:

🚀 Asymmetrische Gefahr: Technologisch ist der Iran den USA unterlegen. Doch die Signale sind militärisch ernst zu nehmen. Wie die Houthis im Roten Meer gezeigt haben, reicht oft ein „Lucky Shot“, um massive Schäden anzurichten – und der Iran verfügt über deutlich fortschrittlichere Mittel als seine Stellvertreter.

🇨🇳 Geopolitische Erpressung: 95 % der iranischen Ölexporte gehen nach China. Mit der Eskalation sendet Teheran ein Signal nach Peking: „Unterstützt uns, oder eure Energiesicherheit ist gefährdet.“ Der Iran nutzt seine Lage am Nadelöhr der Weltwirtschaft als Hebel in der Machtpolitik.

⛽ Wirtschaftliche Kettenreaktion: Die Straße von Hormus kontrolliert ein Fünftel des weltweiten Öltransports. Fällt iranisches Öl weg, muss China auf andere Märkte ausweichen. Die Folge? Eine globale Verknappung und steigende Preise, die wir auch hier in Europa direkt an den Zapfsäulen und in der Industrie spüren werden.

🌍 Das große Ganze: Im Kontext mit den Angriffen auf russische Raffinerien und dem verschwindenden Schattenmarkt in Venezuela (durch das Vorgehen der Trump-Regierung) wird deutlich: Die globalen Energiemärkte kommen unter Druck.

Fazit von Dr. Moritz Brake:„Wir befinden uns in einer Ära der harten Machtpolitik. Wie bereits am Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz deutlich wurde, sind militärische Drohungen heute primär politische Signale. Für uns bedeutet das: Wir müssen resilienter werden und unsere Abhängigkeit von volatilen externen Märkten dringend reduzieren.“

Das vollständige Interview finden Sie hier: Vor Gesprächen in Genf: Teheran feuert Raketen ab – Iranisches TV verkündet Sperrung der Straße von Hormus – Video – WELT

Der Krieg findet bereits statt – in unseren Köpfen, um das Vertrauen in unseren Staat, unsere Demokratie, unser Europa.

Während der Münchner Sicherheitskonferenz durfte unser Geschäftsführer Dr. Moritz Brake an einer hochkarätigen Nebenveranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung im Amerikahaus München teilnehmen. Das Thema könnte aktueller kaum sein: „Weaponising the Mind: Rethinking Trust in Times of Cognitive Warfare“.

Die zentrale Erkenntnis des Abends? Der Kampf um die liberale Demokratie wird nicht mehr nur an physischen Fronten entschieden, sondern in unseren Taschen – auf unseren Smartphones.

Die wichtigsten Impulse des Abends finden Sie im vollständigen LinkedIn Beitrag: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7429477890830016514

🛡️ Nuklearwaffen: Das ultimative Mittel der Machtpolitik – Nachlese der Münchner Sicherheitskonferenz

In einer Welt, in der die regelbasierte Ordnung zunehmend unter Druck gerät, müssen wir Klartext reden. Unser Geschäftsführer Dr. Moritz Brake war heute bei WELT im Interview, um eine unbequeme Wahrheit zu diskutieren: Europa braucht eine eigenständige nukleare Abschreckung.

Die zentralen Thesen aus dem Gespräch:

Fokus auf Frankreich: Während Großbritannien technologisch stark von den USA abhängig ist, ist Frankreich der Schlüssel für einen wahrhaft europäischen Atomschirm. 🇫🇷

Das „Szenario Trump“: Wir können uns nicht länger darauf verlassen, dass der US-Schutzschirm unter jeder Administration bedingungslos hält. Wie Bundeskanzler Friedrich Merz auf der MSC betonte, müssen wir zwar den Schulterschluss mit Washington suchen, parallel aber massiv an unserer eigenen Unabhängigkeit arbeiten.

Krisenfeste Strukturen: Nukleare Abschreckung darf nicht allein von der politischen Wetterlage in einem einzelnen Land abhängen – erst recht nicht, wenn Rechtspopulisten Regierungsverantwortung tragen. Wir brauchen Systeme, die institutionell stabil und krisenfest sind.

Kein bloßes Säbelrasseln: Dr. Moritz Brake warnt davor, Putins Drohungen als reines Theater abzutun. Die Vergangenheit hat gezeigt: Was oft als Drohung beginnt, ist bittere Realität geworden. Wir müssen diese Signale ernst nehmen.

NATO: Geschlossener denn je
Wir stehen heute mit unseren Verbündeten, geschlossener da, vor allem durch das wachsende Netz an Partnerschaften innerhalb und jenseits der NATO und EU. Europa muss über die klassischen NATO-Verbindungen hinaus die Brücke zu Schlüsselpartnern wie Kanada, Japan und Indien festigen. Diese enge Verzahnung ist essenziell, um in der Ära der Großmächte handlungsfähig zu bleiben und einen starken, eigenständigen europäischen Pfeiler innerhalb der Allianz zu bilden.

📺 Das komplette Interview (5 Min.) gibt es hier: Atomare Abschreckung: „Nuklearwaffen sind das ultimative Mittel in einer Welt der Machtpolitik“ – Video – WELT

Das zukünftig „weltgrößte Drehkreuz für Energie“ – aber wie sicher ist die Nordsee? ⚓

Während die Staats- und Regierungschefs beim Nordsee-Gipfel in Hamburg den massiven Ausbau der Offshore-Windkraft vorantreiben, stellt sich eine kritische Frage: Wie bereit sind wir, dieses neue Kernstück unserer Energieversorgung auch physisch zu verteidigen?

Unser Geschäftsführer Dr. Moritz Brake ordnete dazu gestern Abend bei ZDFheute live die aktuelle Sicherheitslage ein.

Die zentralen Thesen von Dr. Moritz Brake:

Schutzlücke auf See: Wir sorgen uns an Land um unsere Kraftwerke, lassen die Infrastruktur auf dem Meer aber noch zu oft ungeschützt. Cyber-Abwehr reicht nicht aus – physische Sabotage ist vor allem auf See die reale Gefahr der hybriden Kriegsführung.

Präsenz statt nur Überwachung: Kameras genügen nicht. Um echte Abschreckung zu erzielen, braucht es physische Präsenz vor Ort. Dr. Brake fordert hierfür den verstärkten Einsatz von Drohnen sowie autonomen Unterwassersystemen, die kostengünstig große Seeräume sichern können.

Klare Signale an die Angreifer: Gegnerische Akteure dürfen nicht glauben, ungeschoren davonzukommen. Kritische Infrastruktur muss als verteidigungsrelevant deklariert werden. Wer unsere Lebensadern angreift, muss wissen, dass Deutschland bereit ist, auch mit militärischen Mitteln zu reagieren.

Resilienz ist Teamarbeit: Nicht nur die Marine, auch die privaten Betreiber sind in der Pflicht. Schutz beginnt durch Maßnahmen der Betreiber und echte Resilienz entsteht durch Backup-Systeme, Reparaturfähigkeit, sofort verfügbare Ersatzteile und Anlagen, die auf Störungen ausgelegt sind.

Sein Fazit: Deutschland und Europa haben die Ressourcen, ihre Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen – durch starke Partnerschaften mit NATO-Partnern wie Norwegen und Kanada – und darüber hinaus.

Das gesamte Interview (ca. 10 Min.) mit Dr. Moritz Brake und Victoria Reichelt gibt es hier in der ZDF-Mediathek: Nordsee: Wie Windparks vor Sabotage geschützt werden können

Internationaler Nordsee-Gipfel in Deutschland

Dr. Moritz Brake zur Sicherheit auf See, heute Morgen im Interview bei NDRInfo.
Die Bedrohung unserer maritimen Infrastruktur ist in der Nord- und Ostsee längst Realität geworden. In einem aktuellen Interview mit NDRInfo Norddeutscher Rundfunk ordnet unser Geschäftsführer Dr. Moritz Brake die Rolle der Marine beim Schutz unserer Energieversorgung ein.

Hören Sie hier das vollständige Interview mit Dr. Moritz Brake beim Norddeutscher Rundfunk: Sicherheitsexperte Brake: Offshore-Parks sind sichtbare Angriffsziele | ndr.de

Hard Power auf hoher See: Die USA schaffen Fakten gegen die Schattenflotte – und lassen sich von Russland nicht beeindrucken

Die Ereignisse überschlagen sich: Am 08.01.2026 haben US-Behörden einen mutmaßlichen Öltanker der russischen Schattenflotte beschlagnahmt – und das trotz der vorherigen Drohgebärden aus Moskau. Ein Paukenschlag auf den Weltmeeren, der starke Signale setzt – nach Russland, aber auch nach Europa.

Dr. Moritz Brake hat die Situation gestern direkt in zwei Interviews eingeordnet – live im Studio bei ntvNachrichten und im Gespräch bei phoenix.
Dabei ging es um weit mehr als nur ein einzelnes Schiff. Es geht um die Glaubwürdigkeit westlicher Sanktionen, das robuste Auftreten gegenüber Russland – und damit auch den sichtbaren Willen Europas, für die eigenen Interessen einzutreten. 

 ntv Interview: „Schattenflotte: Sollte die EU handeln wie die USA?“ – Russischer Tanker beschlagnahmt: Schattenflotte: Sollte die EU handeln wie die USA? – ntv.de

phoenix Gespräch: Zur Beschlagnahmung eines russischen Öl-Tankers – Dirk Lipski und Moritz Brake zur Beschlagnahmung eines russischen Öl-Tankers am 08.01.26

Kein Raum für ein Machtvakuum: Warum Europas Haltung zu Grönland und der Schattenflotte zusammengehören.


Dr. Moritz Brake war erneut im WELT-TV Interview zu Gast. Die Themen könnten aktueller und brisanter kaum sein: Die US-Ansprüche auf Grönland, die Intervention in Venezuela, die russische Schattenflotte und die geostrategische Logik dahinter.

Die Kernaussage des Gesprächs: Die Logik der Geopolitik duldet kein Machtvakuum.

Das ganze Interview gibt es hier: Russische Schattenflotte: „Haben im Rahmen des Seerechts viele Möglichkeiten, gegen fragwürdige Schiffe vorzugehen“ – Video – WELT

Frohe Weihnachten von der Crew NEXMARIS 🎄

Heiligabend ist ein guter Moment, um kurz innezuhalten.
Ein Jahr voller intensiver Diskussionen, spannender Projekte und neuer Perspektiven liegt hinter uns.

Wir möchten uns herzlich bei allen bedanken, die unsere Arbeit begleiten, mit uns diskutieren, kritisch nachfragen und Interesse an maritimer Sicherheit, Resilienz und geopolitischen Zusammenhängen zeigen. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit ist dieser Austausch wichtiger denn je.

Als Team blicken wir dankbar zurück – und gleichzeitig mit viel Motivation nach vorn. Auch im kommenden Jahr werden wir uns mit voller Energie den Fragen widmen, die unsere Handelswege, unsere Sicherheit und unsere gemeinsame Zukunft betreffen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit, ruhige Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr.

Ihre
Crew NEXMARIS 

Unsere Sicherheit und Handlungsfähigkeit hängt vom Meer ab

Wo steht Europa – und wo steht Deutschland?
China baut seine Seemacht massiv aus, die USA bleiben militärisch führend – und Europa?

Diese Frage stand im Mittelpunkt des aktuellen WELT-TV-Interviews zu maritimer Sicherheit und Marinerüstung von unserem Geschäftsführer Dr. Moritz Brake.

Es geht längst nicht mehr nur um einzelne Flotten oder Schiffstypen, sondern um globale Machtprojektion, den Schutz von Handelswegen und die Fähigkeit, maritime Interessen dauerhaft durchzusetzen.

Das vollständige Interview bei Welt finden Sie hier: Moritz Brake: Wettrüsten auf dem Meer – „China hat seine Seemacht massiv ausgebaut“ – Video – WELT

Im Austausch zur sicherheitspolitischen Realität von morgen

Anfang der Woche waren Tim Boch und Jan Jochum von der NEXMARIS-Crew in Hamburg bei der GIDS Debatte des German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) in der Handelskammer Hamburg.

Unter dem Titel
„Stell dir vor, 2029 ist Krieg – sind wir bereit für den Ernstfall?“ diskutierten hochkarätige Gäste aus Politik, Bundeswehr, Wirtschaft und Wissenschaft über Deutschlands Rolle als logistische Drehscheibe der NATO, über Resilienz, Verteidigungsfähigkeit und die Auswirkungen eines möglichen Ernstfalls auf Gesellschaft und Wirtschaft.

Den vollständigen LinkedIn Beitrag finden Sie hier: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7407750980114554880