In einer Welt, in der die regelbasierte Ordnung zunehmend unter Druck gerät, müssen wir Klartext reden. Unser Geschäftsführer Dr. Moritz Brake war heute bei WELT im Interview, um eine unbequeme Wahrheit zu diskutieren: Europa braucht eine eigenständige nukleare Abschreckung.
Die zentralen Thesen aus dem Gespräch:
Fokus auf Frankreich: Während Großbritannien technologisch stark von den USA abhängig ist, ist Frankreich der Schlüssel für einen wahrhaft europäischen Atomschirm. 🇫🇷
Das „Szenario Trump“: Wir können uns nicht länger darauf verlassen, dass der US-Schutzschirm unter jeder Administration bedingungslos hält. Wie Bundeskanzler Friedrich Merz auf der MSC betonte, müssen wir zwar den Schulterschluss mit Washington suchen, parallel aber massiv an unserer eigenen Unabhängigkeit arbeiten.
Krisenfeste Strukturen: Nukleare Abschreckung darf nicht allein von der politischen Wetterlage in einem einzelnen Land abhängen – erst recht nicht, wenn Rechtspopulisten Regierungsverantwortung tragen. Wir brauchen Systeme, die institutionell stabil und krisenfest sind.
Kein bloßes Säbelrasseln: Dr. Moritz Brake warnt davor, Putins Drohungen als reines Theater abzutun. Die Vergangenheit hat gezeigt: Was oft als Drohung beginnt, ist bittere Realität geworden. Wir müssen diese Signale ernst nehmen.
NATO: Geschlossener denn je
Wir stehen heute mit unseren Verbündeten, geschlossener da, vor allem durch das wachsende Netz an Partnerschaften innerhalb und jenseits der NATO und EU. Europa muss über die klassischen NATO-Verbindungen hinaus die Brücke zu Schlüsselpartnern wie Kanada, Japan und Indien festigen. Diese enge Verzahnung ist essenziell, um in der Ära der Großmächte handlungsfähig zu bleiben und einen starken, eigenständigen europäischen Pfeiler innerhalb der Allianz zu bilden.
📺 Das komplette Interview (5 Min.) gibt es hier: Atomare Abschreckung: „Nuklearwaffen sind das ultimative Mittel in einer Welt der Machtpolitik“ – Video – WELT

